Meiningen                                    Luftbild Laumer 

Meiningen 2016
Die Kreisstadt im Süden Thüringens - 21.000 Einwohner - hatte über ein halbes Jahrtausend direkte Verbindung zu Bayern, denn kirchlich gehörte es zum Bistum Würzburg. Erst 1994 wurde es dem neuen Bistum Erfurt zugeteilt.

Bis durch Krieg und Pest um 1634 die Einwohnerzahl von 5000 auf 1300 sank, war Meiningen eine bedeutende Stadt im Hochstift Würzburg. 
Einen ähnlichen Aderlass, wenngleich aus ganz anderem Grund, gab es in den 1990er Jahren. 

Elisabethenschloss 2016

Durch den Wegfall tausender Arbeitsplätze im Zuge der Wiedervereinigung verlor Meinungen rund 5500 seiner Einwohner.

Noch immer noch eines größten Gebäude ist das Schloss Elisabethenburg. Bis Ende des 1. Weltkrieges diente die weitläufige Anlage (Bauzeit 1682 - 1692) den Herzögen von Sachsen-Meinigen als Residenz. 
Heute wird es mit 50 Ausstellungsräumen als Museum genutzt.

Die evangelische Stadtkirche "Unserer lieben Frauen" blickt auf eine über 1000jährige Geschichte zurück. Es ist das älteste Gebäude der Stadt und wurde mehrmals umgestaltet, sodass mehrere Baustile zu erkennen sind.

 

Untermaßfeld 

Sieht aus wie ein Schloss, aber diese massive, moderne Mauer lässt Zweifel aufkommen. 
Die JVA Untermaßfeld, sechs km südlich von Meiningen im Werratal, gibt es seit 1813, wenngleich sie damals noch Zuchthausanstalt hieß.
Angelegt als Wasserburg im 12. Jhd. diente sie den Grafen von Henneberg als Hofhaltung, Feste und Residenz. Im 30jährigen Krieg wurde sie schwer beschädigt. Gegen Ende des 17. Jhd. wurde sie deshalb teilweise abgetragen, der Wassergraben verschüttet. Um 1800 wurde sie als Lustschloss wieder teilweise aufgebaut, um jedoch bald als Gefängnis umgewidmet zu werden.
Seit 2013 werden einige Räume als Museum genutzt, sodass
Besucher einen Teil der Anlage sogar betreten können. 

Kirche 2016

Untermaßfeld 2016

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