Flugplatz Bamberg Breitenau  EDQA

Lage: am nordöstlichen Rand der Stadt,  nicht von der Stadt her anfliegen -  Koordinaten  49 55 15.3 N  10 54 54.0 E -  Bahn: Asphalt - 03 / 21 - 1253 x 23,5 m - Höhe 248 m - PLR NW 1700 ft - Stadt nicht unter 3000 ft überfliegen - Funk 120.175 -  UL-Landegebühr 6,50 € - HP: Aeroclub Bamberg 

Bamberg 2014

Bamberg ist einer der ältesten Flugplätze in Deutschland. Bereits 1909 starteten hier die ersten Aeroplanes. Da lag das Areal noch weitab der Stadt.

Der Bamberger Sonderlandeplatz liegt zwar nicht innerhalb der Stadtmauern der Erzbischofsstadt, doch ist er umgeben von Industrieanlagen und Wohngebieten. Es ist wohl dem einstigen militärischen Verwendungszweck zu verdanken, dass er nicht zugunsten eines Industrie- und Gewerbeparks aufgelöst worden ist. Die Bahn wurde erst 2013 verlängert, damit auch Geschäftsflüge mit größeren Maschinen (Jets bis 5,7 t) stattfinden können. 
Die Platzrunde liegt im Nordwesten und führt größtenteils über bebautes Gelände. 

Der Flugplatz umfasst ein Gelände von 77 ha. Davon sind 4 ha aufgeforstet und 17 ha als Magerrasen ausgewiesen. Ein wertvolles Biotop am Rande der Stadt.



Durch den "Umzug" einer weltweit agierenden Firma mit ihren Jets von Coburg nach Bamberg wurde ein Hangarneubau erforderlich. 

 

In die Stadt kommt man mit dem Taxi. Nach Anmeldung stehen auch Hallenplätze zur Verfügung. Es gibt Avgas und JetA1.

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letzte Aktualisierung Oktober 2016

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Bamberg darf sich zu Recht als eine der Städte mit der ältesten Fliegertradition nennen. Bereits 1909 versuchte Friedrich Harth es mit der Segelfliegerei. Und dieser Regierungsrat hatte einen besonderen Schüler: Willy Messerschmitt, eben jenen, der durch seine Ganzmetallflugzeuge allen voran den Jäger Me 109, weltberühmt wurde.

1912 wird auf dem Exerzierplatz des 5. Bayerischen Infanterie-Regiments die erste massive Flugzeughalle errichtet und ab 1916 als Kriegsfliegerschule genutzt.

1923 gründet Messerschmitt seine "Messerschmitt Flugzeugbau", die er vier Jahre später nach Augsburg verlegt.

1926 fliegt von hier die "Oberfränkische Verkehrsfluggesellschaft". Doch die Rezession der damaligen Zeit unterbindet eine Wirtschaftlichkeit. Unter der Auflösung leidet auch die private Fliegerei, die unter "Deutscher Luftfahrerverein" organisiert ist.

Im Dritten Reich dient die Fliegerei allgemein der Vorbereitung auf eine militärische Ausbildung, und nach 1945 ist jedes Fliegen für Deutsche verboten. Die Amerikaner belegen mit ihren Heeresfliegereinheiten den Platz.

1951 wird aus Vorgängen der "Aero Club Bamberg" gegründet und im Herbst des folgendes Jahres darf wieder gestartet werden - mit Segelflugzeugen versteht sich.

1956 kann dann auch motorisiert von Bamberg aus gestartet werden.

Ein Highlight war der Großflugtag 1973 anlässlich der 1000 Jahr-Feier der Stadt Bamberg. Heute werden etwas kleinere Brötchen gebacken: alle zwei Jahre findet in Bamberg-Breitenau ein Oldtimertreffen statt.

2012 wurde die militärische Nutzung aufgegeben. Der Platz ging auf die Stadtwerke Bamberg als Betreiber über. Die Firma Brose verlegt ihre Geschäftsflüge von Coburg nach Bamberg.