Segelflugplatz Kronach  

Lage: 1 km östlich der Stadt Kronach, 17 km nordwestlich von Kulmbach in Oberfranken  -  Koordinaten 50 14 26,0  N   11 21 51,4 E - Bahn: Gras 860 x 30 m - 12 / 30 - Starts nur in Richtung 12 - Landungen nur in Richtung 30Funk 123.350 - Telefon  0 9261 - 93 646 - nur für UL-Piloten mit  Vereinsmitgliedschaft -  nur 100 Starts pro Jahr -  hauptsächlich Segelflug mit Windenstart - HP: Flugplatz 

Kronach 2016

Ein wunderschöner Segelflugplatz des Aeroclub Frankenwald. Er liegt oberhalb der Stadt Kronach, auf dem Kreuzberg.

Hangar 2016

Kronach hat keine allgemeine UL-Zulassung. Es dürfen nur am Platz stationierte Vereinsmitglieder fliegen. Die Restriktionen gegenüber Motorisierten sind sehr rigide. Eigentlich unverständlich, da der Platz abseits von Bebauungen liegt. Der Erholungswert des Kreuzberges würde kaum gemindert werden.

Die Zahl der Starts von Ultraleichten ist auf 100 pro Jahr begrenzt. 

 Der kleine Tower ist eine Holzkonstruktion.

Der Platz ist für Motorsegler ohne Einschränkung anfliegbar -  Motorflugzeuge nur zum F-Schlepp. 

Das Vereinsheim bietet an Sonnentagen, sprich Segelflugtagen, eine schöne Möglichkeit zur Einkehr - aber leider mehr für Wanderer (zu Fuß!) als solche mit dem UL.

Ein Besuch der Kleinstadt (13.500 E) Kronach ist empfehlenswert (mittelalterlicher Stadtkern, gotische Pfarrkirche, Veste Rosenberg, Geburtshaus von Lukas Cranach). Ein Fußmarsch dorthin ist aber nur sehr passionierten Wanderern zuzumuten.   Eine öffentliche Verkehrsanbindung existiert vom Flugplatz aus nicht. Absolute Nebenstraßen!

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letzte Aktualisierung Oktober 2016

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

geschrieben von Alfred Lang; auf der HP des Vereins

Durch die geographische Lage inmitten von Deutschland wurde Kronach schon bald mit der Fliegerei nach deren Einführung konfrontiert. Bereits 1925 wurde der Kreuzberg bei Kronach als Notlandeplatz von der bayerischen Staatsregierung ausgewiesen. Eine im Jahre 1932 durchgeführte Luftfahrtveranstaltung fand die restlose Begeisterung der Zuschauer. Angeregt von diesen Vorführungen bildete sich in Kronach 1934 eine Luftsportgruppe. Als Fluggelände benutzte man den Südhang des Kreuzbergs bzw. die Schafhutflächen von Rennesberg. Schnell sprach sich herum, welch gutes Gelände die Kronacher hatten und so kamen Fluggruppen aus dem ganzen nordbayerischen Raum zur „Wasserkuppe des Frankenwaldes“.

Aufgrund der politischen Gegebenheiten wurde Ende der 30er Jahre die Fliegerei in die Interessen der Nationalsozialisten eingebunden. Hauptamtliches Flugpersonal schulte in den Folgejahren im Fluglager Kreuzberg/Kronach Jugendliche mit meist höherer Schulbildung bis Ende des Krieges. Auf alliierten Beschluss wird 1945 für ganz Deutschland generelles Flugverbot verhängt. Für mehrere Jahre ruht die Fliegerei in Kronach im Jahre 1950 wird der Flugsport in der BRD wieder erlaubt. Noch im gleichen Jahr wird in Kronach der Aero-Club Frankenwald gegründet. Hauptsächlich bei den Flugvereinen Neumarkt Wirsberg, Lichtenfels und Coburg waren für viele Jahre die Kronacher als Fluggäste, da es im heimischen Gebiet keine Möglichkeit gab, den Flugsport auszuführen.

  1959 war es endlich soweit, dass ein Fluggelände auf dem Kreuzberg zugelassen wurde. Der etwa 150 Meter über der Talsohle liegende Platz nordöstlich von Kronach entpuppte sich als ideales thermisches Gebiet.

Durch die Wiedervereinigung Deutschlands 1989 wird jetzt fliegerisch im Norden der Frankenwald, westlich der Thüringer Wald mit Rhön, im Osten das Fichtelgebirge mit Oberpfälzer und Bayerischer Wald für anspruchsvolle Überlandflüge genutzt. Auch Höhenflüge von einigen tausend Metern wurden erzielt.

Zur Zeit ist der Aero-Club Frankenwald im Besitz von zwei Flugzeughallen, einen Flugleiterturm, drei Segelflugzeugen, einen doppelsitzigen Reise- Motorsegler, einer Start-Winde, sowie fast dem gesamten Fluggelände. Weiter sind neun private Segelflugzeuge und zwei Ultraleichtflugzeuge hier beheimatet.