Ast                                      Luftbild Laumer 

Ast 2014 Vier km westlich von Waldmünchen liegt der Ort Ast. Seine belegte Geschichte geht bis ins Jahr 1265 zurück. Den Namen leitet man von "ovista austa" ab, was so viel wie Schafstall bedeutet.

Romantischer ist die Namensdeutung, die sich aus einer Legende herleiten lässt und zugleich die prächtige  Wallfahrtskirche erklärt. 
Ausgangspunkt waren diesmal blutsaugende Insekten. Bremsen setzen den Pferden einer nach Böhmen reisenden Gräfin so arg zu, dass die Tiere unkontrolliert durchgingen.  Die zertrümmerte Kutsche und gar ihren Tod vor Augen,  gelobte die Adelige in ihrer Not, an der Stelle eine Kirche bauen zu lassen, wo die Gefahr wieder gebannt wäre. 

Wallfahrt 2014

Alles ging gut aus und die Gräfin hielt Wort. Beim Fällen der Bäume zum Kirchenbau wurde nun ein Bild  der Mutter Gottes auf einem Eichenast gefunden. Es erhielt in der neuen Kirche einen Ehrenplatz. Die spätere Siedlung um das Gotteshaus nannte man Ast.
Wallfahrtskirche 2014   

 

Das Originalbild der "Lieben Frau" wurde in der Zeit der Calvinisten zerstört.

Eine Nachbildung der Madonna mit dem Jesuskind auf dem Hochaltar stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts.

Ein Bild an der Empore, eine Eichenwurzel an der Kanzel und ein Hufeisen an der Kirchentüre weisen noch auf die  Legende hin.


 

 

Seit 1996 verbindet Ast und die Wallfahrtskirche in Waldmünchen eine wieder jährlich am 2. Sonntag im September stattfindende Pferdewallfahrt. Weit über hundert Reiter ziehen in feierlicher Prozession die 5 km von Waldmünchen nach Ast.

   Guteneck