Eremitage Bayreuth                           Luftbild  Laumer 

Bayreuth Eremitage 2012

Im südöstlich gelegenen Stadtteil St. Johannis von Bayreuth laden die großen Parkanlagen mit Wasserspielen der Eremitage zu erholsamen Spaziergängen ein. 
Angelegt wurde die Eremitage ab 1715 vom Markgrafen Wilhelm als höfische Einsiedelei, wie man damals ein ziemlich abgelegenes kleines Schloss mit Wirtschaftsgebäuden zu nennen pflegte, in dem man zeitweise mit höfischem Pomp eine Art Pseudo-Eremitenleben führte.  

Der Sohn, Markgraf Friedrich, machte die Anlage seiner Frau Wilhelmine zum Hochzeitsgeschenk und diese ließ sie alsbald nach ihrem Gusto ausbauen. Das alte Schloss dient heute als Museum und kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. 
Eine weitere Sommerresidenz entstand ab 1761 fünf km westlich von Bayreuth mit Schloss Fantaisie.

Ermemitage 2012

von 1749 - 1753 kam ein weiteres Schloss mit zwei gebogenen Seitenflügeln  hinzu - der Sonnentempel mit der Quadriga. Heute lädt ein Café im Ostflügel zum Verweilen ein. 

Bei der Einnahme Bayreuths 1945 zerstörten die Amerikaner große Teile der Anlage. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde die Orangerie nur mehr äußerlich restauriert. Die Parkanlage ließ man, dem Trend der Zeit, Ende des 18. Jahrhunderts "verlandschaftlichen". Heute versucht man sukzessive den Park wieder so zu gestalten, wie er gegen Ende der markgräflichen Zeit ausgesehen haben mag.

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