Mitterfels                              Luftbild  Laumer

Blick ins Tal der Menach - die quer zur Hauptrichtung der Berge stehende Kette ist der Gallner bei Konzell.

Mitterfels 2016

Der Luftkurort Mitterfels ist eine Marktgemeinde im Vorderen Bayerischen Wald. Der alte Ortskern (Luftbild unten Mitte) liegt exponiert auf einem Felsrücken hoch über der Menach. 
Um 1060 begann die Rodung und Besiedelung dieses "wilden Nordwaldes" auf Initiative der Grafen von Bogen. Eine Burg ist erstmals 1184 urkundlich belegt.
1242 erhoben die bayerischen Herzöge Mitterfels zum Sitz eines Landgerichts. 600 Jahre war damit Mitterfels gerichts- und verwaltungsmäßig Mittelpunkt eines großen Einzugsgebietes.
Die Burg wurde früh zu einer schlossähnlichen Anlage umgebaut und ist heute im Besitz der Gemeinde. 

Das ehemalige Gefängnis beherbergt ein Heimatmuseum. Das Schloss wurde zum Rathaus.

Heute zählt der Ort rund 2500 Einwohner und ist Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft.

Gallner

Gallner 2011
Der Gallner besteht eigentlich aus drei Gipfeln: Gallner, der höchste mit 709 m, Kühleite und Blumerberg. Wie ein Riegel schiebt sich die Bergkette zwischen die sonst in Nord-Süd- Richtung verlaufenden Berge des Vorderen Bayerischen Waldes. Der Blick geht über die Einöde ins Tal der Kinsach mit dem Pfarrdorf Stallwang.

Eng verbunden mit der Sagen umwobenen Geschichte der kleinen Gallnerkirche ist der Name des Berges.

"Gall" bedeutet im Altdeutschen Zuchtstier, Jungvieh. Am 1. Mai wurde das Jungvieh (Galtvieh) auf die Bergweide getrieben.

Der Patron der Gallnerkirche ist der heilige Sixtus. Und hier oben soll eben dieser Mann als Hirtenknabe Vieh gehütet und mit einem Hammer einmal ein Zeichen in den Fels geschlagen haben. Als er zu höchsten kirchlichen Würden aufgestiegen war, nämlich als Papst, ließ er, wie es die Legende berichtet, nach dem Zeichen suchen.

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