Konzell                                Luftbild Laumer 

Konzell 2011

Zwischen Straubing und Cham im Vorderen Bayerischen Wald liegt die Gemeinde Konzell, über dem Tal der Menach, umgeben von 600 - 800 m hohen bewaldeten Bergen. Den Namen führt man auf einen Mönch Chuno zurück, der im frühen Mittelalter als Siedler oder Eremit eine "Cella" (althochdeutsch für Wirtschaftshof) erbaute (Chonancella). Urkundlich erwähnt ist der Ort jedenfalls 1186 in einer päpstlichen Urkunde über Steuern (Zehentrechte). Heute zählt Konzell  rund 1700 Einwohner.
Konzell 2011

 St. Martin, der Pfarrhof und die Schule - noch ein richtiger Dorfmittelpunkt

1740 wurde die Kirche in der heutigen Form auf gotischen Resten neu  errichtet und seitdem mehrmals aus- und umgebaut. 

Vom Kirchplatz hat man einen herrlichen Ausblick auf die umliegende Berglandschaft, doch auch das Innere des barockisierten Gotteshauses ist einen Besuch wert.

Konzell hat noch alles, was ein bayerisches Dorf haben sollte: Grundschule, Kirche mit Pfarrhof und Pfarrer,  Geschäfte für den täglichen Bedarf,  Wirtshaus, Sportanlage und besonders hervorzugeben eine Privatbrauerei.

Konzell 2016

Gossersdorf 2016

Gossersdorf

Im Zuge der Gebietsreform wurde die ehemalige Gemeinde nach Konzell eingegliedert. 

Die Stefans-Kirche, die baufällig einer ordentlichen Durchgangs-
straße im Weg stand (und immer noch steht) konnte vor dem Abriss gerettet und im Zuge der Dorferneuerung 1979 sogar ordentlich renoviert werden.

 

Denkzell 2011

Denkzell

1995 rückte das Dorf sogar bundesweit in die positiven Schlagzeilen, als es zum Sieger beim Bundesentscheid "Unser Dorf soll schöner werden" erklärt  und mit einer Goldmedaille geehrt wurde.

Der Ortsname leitet sich von seiner Entstehungsgeschichte im 12. Jahrhundert ab: Dancholescella, die Zelle des Dankolf.

Kasparzell

Kasparzell 2016

Der Ortsteil Kasparell liegt 4 km nördlich des Gemeindedorfes. Im Luftbild darüber Ober- und Untergschwandt in der Gemeinde Rattenberg.

Gallner

Gallner 2011

Der Patron der Gallnerkirche ist der heilige Sixtus. Und hier oben soll eben dieser Mann als  Hirtenknabe Vieh gehütet und mit einem Hammer einmal ein Zeichen in den Fels geschlagen haben. Als er zu höchsten kirchlichen Würden aufgestiegen war, nämlich als Papst, ließ er, wie es die Legende berichtet, nach dem Zeichen suchen und die als Schweinestall verkommene Kapelle wurde wieder aufgebaut.

Forsting

Forsting 2011

Drei Gipfel umfasst das Gallnermassiv: Blumern, Kühleite und Gallner. Ungewöhnlich ist deren Ost-West-Ausrichtung. Wie ein Bollwerk teilt es den Weg in den Bayerischen Wald entlang der Menach und der Kinsach. Der Blick geht über Forsting und Gallner 

Ichendorf

Ichendorf 2011

Punzendorf

Punzendorf 2016

Die Straße windet sich in engen Kurven aus dem Menachtal bergan nach Konzell  - hier vorbei an Punzendorf.

Auggenbach

Das Neubaugebiet hat das ehemals kleine Dorf kräftig wachsen lassen.

Im Mittelalter gehörte das Land den Grafen von Bogen. Nach deren Aussterben kam die Hofmark Aukenbach in den Besitz derer von Wernberg, die wiederum auf Schloss Altransberg ihren Sitz hatten.

Auggenbach 2011
Blumern 2011

Blumern 
Pöslasberg

Streifenau

Streifenau 2011

Weit schweift der Blick über den nördlichen Ortsrand von Konzell mit dem Sportzentrum und dem Ortsteil Streifenau in den Hinteren Bayerischen Wald. Am Bildrand ist die Bergkette des Hohen Bogen zu erkennen.

Ein Glücksfall für die wirtschaftliche Entwicklung nicht nur von Konzell war 1959 die Errichtung eines Zweigbetriebes der Firma B+K für flexible Verpackungen aus Kunststoff. Es ist nach wie vor der größte Arbeitgeber der Region. An das Fabrikgelände schließt sich inzwischen das Gewerbegebiet von Konzell an.

Eine Eisenbahn kam nie nach Konzell, zu groß wären die Steigungen ins Dorf gewesen. Die Bahntrasse schlängelte sich vielmehr seit Beginn des 20. Jahrhunderts im Tal der Menach von Bogen nach Miltach. Doch Konzell hatte dafür sogar zwei Bahnhöfe auf seinem Gemeindegebiet: Konzell-Süd und Streifenau. Heute wird die ehemalige Bahntrasse touristisch als Radweg genutzt..

"Nur" ein Dorf im Vorderen Bayerischen Wald - allerdings für den Luftbildfotografen etwas Besonderes. 

   Guteneck