Flugplatz Rosenthal-Airfield  EDQP

Lage: 1 km südl. von Speichersdorf - 17 km südöstlich von Bayreuth -  49 51 54 N   11 47 24 E -  Bahn: Asphalt -  09 / 27 -  750 x 20 m - Höhe 456 m - Platzrunde im Süden - Funk 127.450 - Telefon  0 92 75 - 428 oder 429 -  offen: täglich von 9.00 bis SS - Mogas - UL-Landegebühr 4 € - Trikes 3 € - Gaststätte, Zimmer am Platz -  Flugschule Strössenreuter für PPL

Rosenthal Airfield 2016

Der Platz liegt verwirbelungsfrei südlich der Ortschaft Speichersdorf. 

Die großzügigen Öffnungszeiten, der freundliche Service, einschließlich einer Gaststätte, und moderate Landege-
bühren sind Empfehlung genug, Rosenthal Airfield anzufliegen.

Hauptsächlich starten hier E-Maschinen. Es sind auch UL-Dreiachser und ein Trike am Platz stationiert.

In Speichersdorf ist ein Fallschirmspringer-Club beheimatet. Tandemsprünge sind nach Voranmeldung möglich. 

Genügend Platz für das Abstellen der Maschinen. In den Hangars sind Stellplätze frei!

Auch Motorschirme können von Rosenthal sicher starten. Sie sind hier allerdings die absolute Ausnahme.

Der Rollweg zum Startpunkt 27 verläuft auf Gras südlich der Bahn.

Bei wenig Verkehr wird meist der Rollweg Nord bis Mitte der Startbahn angewiesen. Den Rest rollt man dann auf der Bahn.

Bei Sonnenschein lädt die Terrasse der Gaststätte zum Verweilen ein und man kann sich gemütlich auf den Weiterflug vorbereiten. Die Gaststätte bietet Übernachtungen an.

 

Zur Luftaufsicht kommt man (auch) durch die Gaststätte. 

Der Flugbetrieb ist in Speichersdorf, wie wohl auf den meisten Plätzen, in den letzten Jahren zurückgegangen.

Bekannt ist Speichersdorf, der landläufige Name von Rosenthal Airfield, nicht zuletzt wegen der Flugschule Strößenreuther. 

In den 70iger und frühen 80iger Jahren war Manfred Strößenreuther als Weltklasse Kunstflieger Star zahlreicher Flugveranstaltungen. Leider ist er 1986 auf seinem Heimatplatz bei einem Zusammenstoß im Landeanflug tödlich verunglückt.

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Immer wieder faszinierend ist ein Flug um den Rauhen Kulm. Dieses schönste Naturwunder Deutschlands (Wahl 2013!) liegt, schon von Weitem sichtbar, nur ein paar Kilometer südlich des Platzes.

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letzte Aktualisierung  Oktober 2016  

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Der Flugplatz von Speichersdorf war in der Zeit des Dritten Reiches für die Militärausbildung konzipiert worden. Die hindernisfreie Lage und die dünne Besiedelung waren ideal um Piloten auszubilden. Geschult wurden hauptsächlich Bomberpiloten.

Die zivile Nutzung nach dem 2. Weltkrieg begann so richtig als Richard Strößenreuther 1960 zum Flugplatz kam. 1964 erhielt er die Lizenz für seine Flugschule und hält sie über 40 Jahre später heute immer noch.

Der Anfang war bescheiden. Der Unterricht erfolgte in einem ausrangierten Bus.

Ab 1970 entstand das heutige Flugplatzgelände mit Tower, Landebahn und Gaststätte und natürlich Flugzeughallen.

Überregional bekannt wurde Rosenthal Airfield  durch die akrobatischen Flugkünste von Manfred Strößenreuther, dem Sohn. Seine unvergesslichen Flugkünste krönte er mit Europa- und Weltmeistertiteln. Leider verunglückte er am 27. März 1986 tödlich, als beim Landeanflug ein anderes Kleinflugzeug in Speichersdorf im Sinkflug auf seinen Flieger krachte.

Der Name Rosenthal-Airfield kommt vom Namen des Fabrikanten Rosenthal, der bald nach dem Krieg in Speichersdorf eine Porzellanfabrik eröffnete, u. a. auch deshalb, weil hier schon ein Flugplatz existierte. Und als Strößenreuther den Platz übernahm war eine Auflage, den Namen zu übernehmen.

Rosentahl Airfield war bereits 1985 für die Ultraleichten offen. Allerdings zog man nach dem Unglück die Zulassung wieder zurück. Zu unsicher und nicht generell mit Funk ausgestattet erschienen diese Ultraleichten der Fliegerschule. Aber nur für kurze Zeit. Speichersdorf ist auf der UL-Karte eigentlich immer ein grüner Punkt geblieben.