Sonderlandeplatz Schwandorf   EDPF

Lage:  5 km östlich der Stadt Schwandorf, 36 km NNO von Regensburg - Koordinaten 49 20 25,6 N  12 11 07,9 E  Bahn: Gras - 840 x 30 - 11 / 29 - Höhe 387 m - PLR im Osten - Funk 121.200 - Telefon   09431 - 24 45 -  Bei Seitenwindverhält-
nissen  Turbulenzen - offen: PPR,   Wochenende + Feiertage - Landegebühr 5 €  - Getränke-  keine Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel - HP: Flugsportclub Schwandorf

Schwandorf 2015

Wasser und Wald bis zum Horizont. Blick von SüdOsten über einen Teil  des Oberpfälzer Seenlandes auf den Sonderlandeplatz Schwandorf.

An den Ufern von Steinberger-, Murner-, Bückl- und Klausensee gibt es viele Möglichkeiten der sportlichen Betätigung.

Die Platzrunde führt über Wasser, Industrieanlagen und Wald. Sie können es sich bei einem Motorausfall aussuchen! 
Ein wunderschöner Platz mit einer bewegten Vergangenheit. Landen wo vor über 60 Jahren die Messerschmitt Kampfflugzeuge Me 109 in den Himmel stiegen.

Bei östlichen Winden empfiehlt es sich in Nähe der Bahnmitte auf zusetzen. Hier sind die Turbulenzen noch am geringsten.

Der Anflug führt über die Oberpfälzische Seenplatte bzw. von Westen über  ein großes Waldgebiet. 

Seit 2001 ist der Platz für UL´s zugelassen. 

Schwandorf ist in erster Linie ein Segelflugplatz mit erfreulich vielen Aktiven. 
Die Gesamtlänge, die für den Windenschlepp zur Verfügung steht, beträgt gut 1000 Meter. Das garantiert genügend Ausklinkhöhe, um sicher Anschluss an die Oberpfälzer Thermik zu bekommen.

Die Fliegerhalle, an die sich das Vereinsheim anschließt, ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Vor dem Vereinsheim kann man in Ruhe seinen Flüssigkeitshaushalt auffüllen. Für den Motor gibt es allerdings nichts Entsprechendes.

Wer Lust auf Schwimmen hat - nicht mit dem UL! - in nächster Umgebung gibt es herrliche Badeseen - leicht zu Fuß zu erreichen.

Unmittelbar im Süden liegt das Industriezentrum Wackersdorf. Einst (Beginn der 80er Jahre) sollte hier eine riesige WAA - Wieder- Aufbereitungsanlage für Atommüll - entstehen. Heute ist es ein Industriegebiet.

Ein Flug über die Oberpfälzer Seenplatte an einem sonnigen Spätnachmittag, wenn die Wasserflächen in unterschiedlichen Farben leuchten,  ist ein Erlebnis besonderer Art.

Nächste Plätze: Schmidgaden (NW)  -  Weiden (N)  -  Bruck-Nittenau (SO)

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letzte Aktualisierung Februar 2017

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Der Lärm der 1000 PS starken Sternmotoren zerreißt die Luft, der Pilot der Me 109 gibt Vollgas und startet steil in den Himmel, wortwörtlich! Schwandorf war in den letzten Kriegsmonaten Einsatz-Flugplatz der von den Messerschmitt-Werken produzierten Abfangjäger. Als der Platz in Regensburg durch die Amerikaner zerbombt war, wichen die Testpiloten in die nähere Umgebung aus: Amberg und Schwandorf. Doch lange hat dieser Wahn- sinn nicht mehr gedauert. So richtig zum Einsatz sind die Jäger bei der verzweifelten Verteidigung der Heimat - Schwandorf war ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt - nicht mehr gekommen.

Nach dem Krieg wurde die über 1000 m lange Schneise  teilweise angepflanzt.  Als 1952 die Segelflieger wieder in die Luft durften, konnte der Platz nicht  genutzt werden. Auf der nahen Heuwiese fanden die ersten Starts statt. 1959/60 wurde der alte Militärplatz wieder gerodet und für den Segelflugbetrieb hergerichtet. Die von den Nazis großzügig verlegte Drainage tut heute noch ihre Dienste. Nach Regengüssen ist der Platz sofort wieder trocken, keine Rillen und Spuren.

Platzhalter dieses Geländes ist die Stadt Schwandorf; der Flugsportclub Schwandorf betreut und finanziert das Drumherum.