Maxhütte in Sulzbach Rosenberg               Luftbild Laumer  

 Maxhütte 2015

In über 100 Jahren hat sich der Abfall aus der Eisen- und Stahlproduktion der Maxhütte in Sulzbach- Rosenberg zu einem knapp fünf Millionen Kubikmeter umfassenden Hügel aufgetürmt. Mit dem größten Sanierungsprojekt im Freistaat hat Bayern in fünfjähriger Bauzeit den umweltproblematischen Schlackenberg saniert. Die Deponie ist inzwischen begrünt, ein Infozentrum unterhalb des Gipfels ist errichtet worden.
Industrieruine 2019

Aus der Maxhütte soll einmal ein Industriedenkmal werden. Doch woher dafür das Geld nehmen?
Auf dem Gelände haben sich einige kleinere Firmen eingemietet. Es ist deshalb möglich, sich auf einem Spaziergang durch das Gelände einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. 
Passend zur Trostlosigkeit der Industrieruine die kahle, farbarme Natur des Vorfrühlings,


Zur Blütezeit arbeiteten hier bis zu 9000 Menschen. In der Maximilianshütte wurde seit 1859 Eisenerz aus Gruben in der Umgebung verarbeitet. 1969 musste man  brasilianisches Erz dazunehmen - zur Kostensenkung. Der Niedergang der Stahlproduktion ging trotzdem weiter.

1987 kam es zum ersten Konkurs. 
11 Jahre später erfolgte der zweite  und selbst massive  staatliche Unterstützung konnte die endgültige Stilllegung nicht verhindern. 
Die Luitpolthütte, das Stahlwerk bei Amberg, nahm einen etwas anderen Weg

Schlackenberg Sulzbach Rosenberg 2008

Schlackenberg 2011

Seit 2008 (linke Aufnahme) hat sich der 1,5 Millionen Kubikmeter umfassende und bis zu 45 m hohe Schlackenberg total verändert. Die Aufnahme rechts ist vom Juni 2011. 
2013 konnte mit einem Kostenaufwand von 54 Millionen € die Sanierung abgeschlossen werden - 120 Jahre nach der Anlegung des Schlackenhügels. 

 Schlackenberg 2018
Für eine sanfte touristische Nutzung wurden ein Infogebäude unterhalb des Gipfels (Aussichtspunkt) und Spazierwege angelegt. 

Seit dem Mittelalter förderten die Menschen Eisenerz aus dem Oberpfälzer Boden, anfangs sogar im Tagebau. Über 1000 Gruben sind dokumentiert. Die größten waren Maffeischächte (1978 stillgelegt), Leonie bei Auerbach. In Sulzbach  hatten der Eichelberg (bis 1976), Grube St. Anna direkt in der Stadt (bis 1974) einen hohen Erzanteil. 

Im nahen Amberg förderte man aus dem Erzberg. 1964 ging mit dem Luitpoldstollen der 1000jährige Bergbau zu Ende. 

Mit dem Ende des Erzbergbaus war auch der Standortvorteil der Oberpfalz weg. Die Hüttenwerke mussten alle schließen, 
Am 24 September 2002 wurde die Maxhütte für immer stillgelegt.


Kropfersricht 2018

Kropfersricht

Der Blick nach Osten war in der Vergangenheit schon eher eine Zumutung denn Erbauung. Ob sich mit der Sanierung des Schlackenberges visuell viel gewonnen wurde?, Vergleichen Sie selbst. Die Belastung des Grundwassers sollte aber unter Kontrolle kommen. 

BiB: Die Aufnahme von 2010 zeigt den Fortschritt der Sanierung.

Rechts im Luftbild Siebeneichen