Pfrentsch                          Luftbild  Laumer  

Pfrentsch 2016

Tal der Pfrentsch 11
Das Luftbild zeigt Pfrentsch. Im Hintergrund der Markt Waidhaus.

Hier erstreckte sich im Oberlauf der Pfreimd für rund 500 Jahre der größte künstliche Stausee im Deutschen Reich. 
Kaiser Karl IV gab höchstpersönlich dem Landgrafen von Leuchtenberg 1362 die Erlaubnis zum Andämmen. Es entstand eine Wasserfläche von knapp 1400 Tagwerken, sprich 450 Hektar. In erster Linie diente der See der Wasserregulierung. 
In der trockeneren Jahreszeit (Sommer) wurde Wasser abgelassen, um für die flussabwärts liegenden Hammerwerke und (später) Glasschleifereien mit ihren Wasserrädern weiter genügend Antrieb erzeugen zu können. 

1810 wurde die Trockenlegung angeordnet,1840 dann vollzogen.  Aus Rentabilitätsgründen - zu viele Fische wurden aus dem Gewässer gestohlen - und die Hammerwerke waren längst stillgelegt.

Das Tal der Pfreimd östlich von Pfrentsch heute; Es wurde mit großem Aufwand in einem Abschnitt renaturiert. Den Unterschied zu vorher kann man am Bachlauf gut erkennen.

Die Pfreimd entspringt genau genommen keiner Quelle. 


Der Katharinabach und der Rehlingbach vereinigen sich in Pfrentschweiher und erst ab hier heißt der 47 km lange Nebenfluss der Naab dann Pfreimd.

Pfrentsch bei Waidhaus 2016
Kapelle in Pfrentsch 2012

Lang streckt sich der Ort an der Staatstraße Eslarn - Waidhaus hin - durch die Pfreimd in zwei Hälften getrennt.

Er gehört zur Gemeinde Waid-
haus.

 

1387 taucht Pfrentsch erstmals urkundlich auf. 

Die kleine Ortskapelle besteht seit über 100 Jahren.

 

Pfrentschweiher

Am Ende des Rodungskeiles liegt der Weiler  Pfrentsch-
weiher
mit dem  Staatsgut Pfrentsch. 
Es wird von der staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt in Almesbach aus verwaltet.. 

Derzeit werden 127 Hektar Nutzfläche hauptsächlich für die Nachzucht von Milch-
kühen und Gehegewild bearbeitet. 
Daneben kümmert man sich um 33 Hektar Biotopflächen.

2015
2015 wurde erneut kräftig in ein Betriebsgebäude  investiert.

Pfrentschweiher 2014
Heilighaus 2016

Heiligenhaus

Es gibt keine beleg-
baren Beweise, dass in dieser Einöde (auch Heilinghaus, Gde. Waidhaus) jemals besonders fromme Christen oder Heilhundige gelebt haben, oder gar ein Heiliger dort wohnte, vorbeikam oder sonst was trieb.
Heute können vom Ponyhof Ausritte in die Umgebung gemacht werden.

Im schönen Regental gibt es ein Heilinghausen.

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