E-Lift

Die Entwicklung hat Jahre gedauert. Aber auf der Free Flight 2008 konnte der Elektroantrieb für Gleitschirme und Hängegleiter erstmals einem größeren Publikum vorgestellt werden. Das Interesse war groß. Auf der Aero 2009 stand der E-Lift bereits zum Verkauf. Die Erprobung wurde 2011 erfolgreich abgeschlossen. Das Bundesministerium für Verkehr hat der Startart E-Aufstiegshilfe für Hängegleiter zugestimmt. Der Pilot braucht dazu keinen UL-Schein (wie z. B. für den Mosquito). Es reicht die A-Lizenz mit dem Zusatz "Startart mit E-Aufstieg". Dazu sind unter der Aufsicht eines Fluglehrers 20 Starts nötig. Abgehoben kann von jedem HG-Gelände mit der Zusatzoption für E-Start werden. Dazu dürften sich die meisten Schleppgelände eignen. Also kein Flugplatzzwang, aber begrenzte Akkukapazität!
Ein leistungsstarker  Elektromotor (physikalisch unsinnig umgerechnet!) mit etwa 18 kW treibt direkt einen Klapppropeller an. Der "Saft" kommt aus einem Lithium- Polymer- Akkumulator und reicht für etwa 10 Minuten Laufzeit bei voller Leistung. Die Kapazität ist begrenzt auf 3 kWh - höhere Kapazität und das Gerät ist ein Ultraleicht, mit allen Konsequenzen: Schein, Flugplatzzwang...)

Eingebaut ist der E-Lift in ein Gurtzeug, wie man es vom Mosquito kennt.

Mit einer Akku-Ladung kommt man ca. 700 Meter hoch. Dann sollte man spätestens in die Thermik einsteigen können.

Der Entwickler Werner Eck, promovierter Ingenieur, hat mit dem E-Lift, so jedenfalls nennt er seine Entwicklung, eine neue Möglichkeit eröffnet, ohne lauten Zweitakter oder einer Winde auf Höhe zu kommen.  Das System ist nicht für Überlandflüge, wie sie mit Ultraleichten durchgeführt werden, gedacht. Es ist eine reine Aufstiegshilfe für Flachlandflieger. Und dazu hat der E-Lift genau das Potential.

Toni Roth hat das System mit einem Starrflügler (Atos)  kombiniert und zur Serienreife gebracht.

Der E-Antrieb ist nicht für Dauerbetrieb ausgelegt. Er ermöglicht ohne Winde, UL-Schlepp oder eben einen Hang den Start . 

Es gelten diese Beschränkungen:

*** Begrenzte Energiemenge, d. h. Akku mit max. 3 kWh für eine Aufstiegshöhe bis ca. 700 m über Grund. 
*** Lärmgrenzwert von 50 dBA (Das ist rund dreimal leiser als ein UL mit  Verbrennungsmotor sein darf.)
*** Fußstart
*** Faltpropeller. Nach dem Aufstieg wird der Antrieb abgestellt und der Propeller zusammengeklappt..
*** Technische Musterprüfungen

Der nötige Akku und die Steuerelektronik verteuern allerdings dieses Hobby auf ca. 10.000 € + Drachen

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Bild 1 + 3 sind m. fr. Gen. der HP des Herstellers entnommen