Wallfahrtskirche 2014

Fuchsmühl                                   Luftbild Laumer 

Fuchsmühl 2017

Fuchsmühl liegt am südöstlichen Rand des Steinwaldes. Das Luftbild verdeutlicht, wie zerstreut und zersiedelt die Häuser der 2000 Einwohner zählenden Marktgemeinde sind.

Markant leuchten die kräftig gegliederten Fassadentürme der Wallfahrtskirche ins Land. Die Entstehung der Wallfahrt geht auf eine Lichterscheinung  zurück, die dem Gerichtsschreiber  Jakob Schaft erstmals 1642 erschien. Am diesem Ort pflanzte er eine Linde. Am kurfürstlichen Hof in München wollte er Karriere machen, doch wurde ihm durch eine "Stimme" während einer Messe bedeutet, dass dies nur dann in Erfüllung ginge, wenn er dort in Fuchsmühl eine Kapelle errichten ließe. Erst 1688 löste er sein Gelöbnis ein.

Kirche Fuchsmühl 2014

Wallfahrtskirche Fuchsmühl 08

Die Gnadenkapelle wurde bald zu einem vielbesuchten Ort, zumal die Zahl der Gebets-
erhörungen ständig anwuchs. Bereits 1690 baute man eine größere Kapelle. Die Zahl der Pilger stieg
weiter an. 1712 erhielt man die Genehmigung zum Bau einer Kirche. Vollendet wurde der Bau mit der Einweihung 1726. 

Auch in der heutigen Zeit pilgern das ganze Jahr über Gruppen nicht nur aus der näheren Umge-
bung nach Fuchsmühl. 
Die größte Pilgerschar kommt zur Friedens-
wallfahrt - früher hieß sie Heimkehrerwallfahrt -
am Sonntag nach Christi Himmelfahrt. 

Am höchsten Punkt des Ortes dem sog. Hahnenberg, auch Mariahilfberg, steht die Wallfahrtskirche "Maria hilf". Das gedrungene  Aussehen der beiden Türme hat natürlich seine  Bewandtnis: Durch heftige Stürme wurden sie mehrmals stark beschädigt, sodass man sie auf die heutige Höhe abtrug - so nach dem Motto "der Klügere gibt nach".

2009 wurde die Kirche gründlich renoviert. 

Vom kleinen Kloster auf der anderen Straßenseite verabschiedeten sich. 2009 die letzten beiden Augustiner.

2010 jedoch kamen von der Diözese zwei Vinzentinerpatres. Das Gebäude ist inzwischen renoviert und beherbergt das Pfarramt und die Sozialstation des Elisabethenvereins. Der Klosterbereich ist im Obergeschoss untergebracht.

Einen Mariahilfberg gibt es auch bei Amberg, gleichfalls mit einer schönen Wallfahrtskirche.

Schloss in Fuchsmühl 2011

Das Schloss am Südrand des Ortes war Jahre lang ein Hotel. Nach Insolvenz und Besitzerwechsel wird nach einer Neukonzeption gesucht. 
Im Mittelalter prägten die Besitzer des Schlossgutes, später war es sogar ein Rittergut, die Entwicklung von Fuchsmühl.

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