Reichenbach                        Luftbild Laumer  

Kloster Reichenbach 2012

In der knapp 900jährigen Geschichte (Gründung 1118) des Kloster gab es viele Höhen und Tiefen. Schon kurz nach der Gründung hatte das Benediktinerkloster große regionale Bedeutung. Im 15 Jahrhundert wurde es weiter ausgebaut und  befestigt. Anstürmende Hussittenhorden konnten es nicht einnehmen. Doch gut 100 Jahre später, 1556, kam es im Zuge der Reformation zur Auflösung. Die Oberpfalz wurde auf Anweisung des Kurfürsten protestantisch.

Ab 1695 erfolgte eine Neubelebung und rege Bautätigkeit. Die jetzt selbständige Abtei baute das Konvent neu auf und gestaltete die Klosterkirche im barocken Stil um. Im Zuge der Säkularisation wurde 1803 das Kloster zum zweiten Mal aufgelöst. Die Kirche wurde zur Filialkirche der Pfarrei Walderbach, die übrigen Gebäude verkauft und verschiedentlich genutzt, u. a. von einer Steingutfabrik. 

Reichenbach 2014  

1890 übernahmen die Barmherzigen Brüder die Anlage und richteten eine Heil- und Pflegeanstalt ein.

 Heute werden Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderrungen betreut.

Reichenbach 2012

Schon vor der Klostergründung bestand hier eine Fuhrt und damit eine Ansiedlung. Es hat Jahrhunderte gedauert, bis man eine Holzbrücke über den Regen errichtete, denn erst 1743 ist eine befestigter Übergang belegt. Hochwasser und Treibeis haben sie mehrmals beschädigt oder sogar zerstört. Zuletzt überschwemmte im August 2002 der sonst so zahme Fluss aus dem Bayerischen Wald die gesamte Region.

Das Luftbild zeigt Reichenbach, am Horizont erkennt man Nittenau. Der Weiler im Vordergrund ist Linden.

   Guteneck