Eger  -  Cheb                      Luftbild Laumer  

Eger 2014

In den letzten 25 Jahren hat sich die Grenzstadt enorm zum Positiven entwickelt. Graue Tristesse, Schwefelgestank aus den nahen Braunkohlekraftwerken unter dem Kommunismus - freundlich, hell, weltoffen mit attraktiven Sehenswürdigkeiten, so  präsentiert sich Eger dem Besucher heute.

Wenige Kilometer nach dem Grenzübergang bei Waldsassen liegt zwischen dem Skalka (Egerstausee) und dem Jesenice (Wondreb-Stausee) die rund 30.000 Einwohner zählende Stadt.

Mit einer Urkunde Heinrich IV. aus dem Jahr 1041 tritt Eger nachweisbar in die Geschichte ein. Durch die günstige Lage zwischen Böhmen und Deutschland entwickelte sie sich rasch zu überörtlicher Bedeutung. Der Hohenstaufer Friedrich Barbarossa verleibte 1167 das Egerland in sein Herrschaftsgebiet ein. Für den Kaiser wurde mit dem Bau einer entsprechenden Residenz (Burg) begonnen, Reichstage abgehalten. 1203 ist Eger bereits als Stadt aufgeführt.

Im 15. Jhd. gehörte Eger mit damals 7500 Bewohnern zu den reichsten Städten im Königreich Böhmen. 

Der Ermordung des gewieften, aber skrupellosen Heerführers Albrecht von Wallenstein 1634 auf dem Burggelände kann der Besucher in der dortigen Ausstellung nachverfolgen. 

Bis 1918 gehörte Eger als Garnisonstadt zur Donaumonarchie, Die Zugehörigkeit zur Tschechoslowakei endete 1938 mit der Annexion durch Nazideutschland. Heute liegt Eger auf dem Staatsgebiet Tschechiens. CZ gehört zur EU, hat aber noch seine eigene Währung, die Kronen.

Die Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt lassen sich auf einem 3 - 4stündigen Rundgang bequem besuchen. Das Auto kann auf bewachten Parkplätzen günstig ganz in der Nähe der Innenstadt abgestellt werden.

Eger 2014

Markantes Wahr-
zeichen ist die St. Niklaskirche, ab 1220 im romanischen Stil erbaut. Das westliche Portal stammt noch aus dieser Zeit. 1945 wurden die beiden Türme bei einem Luftangriff beschädigt und nur durch ein Provisorium vor dem weiteren Verfall bewahrt. Erst 2008 konnten die neuen Türme eingeweiht werden.
Cheb Dom 2015

Weitere Sehenswürdigkeiten (beide Luftbilder): Stöckl, das Wahrzeichen des Marktplatzes, ist ein Komplex aus elf einstigen Krämerhäusern aus dem 13. Jhd. -  Herkulesbrunnen - Egerer Stadthaus - Dominikanerkloster mit der Kirche St. Wenzel - historisches Rathaus - evangelische Kirche ...

Stadtplatz Eger 2014

Eger Rathaus 2015

Egerer Burg 2014

Die Egerer Burg - eine Kaiserpfalz - wurde in der 2. Hälfte des 12. Jhd. an der Stelle einer slawischen Vorgän-
gerfestung erbaut. 

Heute steht noch der Schwarze Turm, erbaut aus Vulkan-
basalt. 

Von seiner Brüstung hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt.

Sehenswert ist die Ausstellung in der romanisch-gotischen Doppelkapelle über die Geschichte des Egerlandes.

Ein Hingucker (von der Burg aus) ist das Stadion mit der ungewöhnlichen Farbgebung der Laufbahn.

Einen Spaziergang wert ist das ehemalige Gelände der länderübergreifenden Landesgartenschau (Marktredwitz - Eger 2006) gleich daneben.

Stadion Eger 2014