Kallmünz                                Luftbild  Laumer 


Dort wo Naab und Vils zusammen-
fließen und auf steilem Jurafels eine Burgruine thront, liegt Kallmünz, das knapp 3000 Einwohner zählende Städtchen, ca. 25 km nördlich von Regensburg.

Schon um 800 wurde erstmals eine Kirche errichtet. St. Michael ist das heutige, zwischen 1751 und 1758 im üppigen Rokokostil ausgestattete, sehenswerte Gotteshaus.

Kallmünz 2011

Kallmünz war als Burg- und Schlossstandort einst sehr gefragt. Drei Schlösser stehen in der Stadt, keine großen Prunkbauten, dafür fehlte einfach der Platz. 
Das größte ist das sich eng an den Burgberg schmiegende Raitenbucher Schlößchen (links der Kirche, Privatbesitz!) Ebenso verhält es sich beim Bertholzhofener (3 Häuser weiter!)  und dem Silbermann Schloss.

Kirche 2017

Eng ducken sich die Häuser unter dem Felsvorsprung. 
Die steinerne Naabbrücke ist größtenteils ein Bau aus der Zeit von 1549 - 1558.

Der Zusammenfluss von Vils aus Richtung Amberg und der Naab aus Richtung Burglengenfeld sieht zwar sehr romantisch aus,  führt aber regelmäßig zu leidvollen Überschwemmungen. 

Mit Pisa kann Kallmünz nicht mithalten, aber einen schiefen Turm kann man gleichwohl vorweisen. Das Aufsatztürmchen auf dem alten Rathaus von 1603 hat eine deutliche Neigung. Insider nehmen an, dass bei der Sprengung der Steinbrücke in den letzten Kriegstagen sich die Fundamente des Rathauses mit verschoben haben.
Richtung Osten erstreckt sich ein  Landschaftsschutzgebiet. Die Kalkhänge bieten seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum, für Naturinteressierte - ein idealer Ort für botanische Exkursionen. 
Dort liegt auch ein Startplatz für Gleitschirm- und Drachenflieger.

Um 1200, der großen Bauzeit mittelalterlicher Steinburgen,  war Kallmünz ein wichtiger Stützpunkt der Wittelsbacher im Nordgau.

1504 wurde die Burg  im Laufe des Landshuter Erbfolgekrieges zerstört, 1641 erneut von den Schweden. Seitdem ist sie eine Ruine. 
Erhalten sind die äußeren Zwingmauern, der Bergfried und der Palas mit den damals handwerklich hervorragend ausgeführten Drillingsfenstern.

Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Flusslandschaft und Kallmünz mit seinen engen Gässchen. 

Schon in der Bronzezeit um 1200 v. Chr. errichteten Siedler einen Befestigungswall auf dem Burgberg.

Burg Kallmünz 2011

Rohrbach

Der Ort liegt im Vilstal, gut 3 km nordwestlich von Kallmünz. Erwähnenswert ist das ehemalige Hammerschloss, ein spätgotisches Gebäude aus dem 17. Jhd. 

Rohrbach ist eine uralte Siedlung, die bereits urkundlich im 9. Jhd. aufgeführt wird.