Neukirchen beim Heiligen Blut                  Luftbild Laumer

Neukirchen Klosterkirche 2014

Neukirchen ist auch heute noch eine bedeutende Wallfahrtsstätte am Fuße des Hohen Bogen im Bayerischen Wald. Der etwas martialisch klingende Name hat seine Erklärung in einer Legende. Ein Hussitenführer versucht um 1420 hier in der Kapelle eine Marienstatue zu zerstören. Er wirft sie in einen Brunnen, doch sie kehrt wieder an ihren Platz zurück. Nach dreimaliger Wiederholung schlägt der Soldat mit dem Schwert auf die Madonna ein. Aus dem gespaltenen Haupt fließt Blut. Dem Mann wird unheimlich, er versucht zu fliehen, doch sein Pferd bewegt sich nicht. Was immer an der Geschichte wahr ist, ein Zustrom an Pilgern zu dieser Madonna setzt ein und der Namenszusatz wird immer häufiger verwendet. Auf der Empore der heutigen Wallfahrtskirche ist die Legende in Bildern dargestellt.
Der offizielle Beginn der Wallfahrt zur Madonna von Neukirchen Heiligblut wurde später auf 1450 festgelegt.

Heilig Blut 2014

1656 wurde durch die Franziskaner am Ort dieser bedeutenden Marienwallfahrt ein Kloster gegründet. Es diente v. a. der Betreuung und Seelsorge der vielen Pilger. Wurden ringsum im Zuge der Säkularisation alle Klöster aufgelöst, so überstand Neukirchen die Verstaatlichung. Es diente damals als Alters- und Sterbekloster der Brüder auch aus anderen Niederlassungen, wie z. B. auch das Kloster in Gößweinstein. So sind die Franziskaner seit 1656 ununterbrochen am Ort. Heute leben aber nur mehr ein paar Brüder in den 1996 renovierten Anlagen. Der Nordbau des Klosters wurde 2003 für ein Begegnungszentrum umgebaut.
Neukirchen beim Heiligen Blut 2014 Schon 1377 wurden dem erstmals 1301 schriftlich belegtem Ort die Marktrechte verliehen.

Der Tourismus und die Wallfahrt spielen heute mit die wichtigste Rolle im Wirtschafts-
leben. 

Das nahe Freizeit-
zentrum am Hohen Bogen (Skiabfahrt, Sommerrodel ...) ist ein attraktives Ausflugsziel.

Die Marktkirche St. Nikolaus im Zentrum des Ortes besteht schon seit der ersten Hälfte des 13. Jhd.

Die eigentliche Pfarrkirche ist jedoch die barocke Wallfahrtskirche!

Im 14. Jhd. entstanden um St. Nikolaus  Wehrmauern. Reste dieser Kirchenburg wurden bei der Renovierung des ehemaligen Pfleg-
schlosses
gleich nebenan freigelegt.

1992 wurde im Pflegschloss ein Wallfahrtsmuseum eröffnet.

 

 

Neukirchen Wallfahrt 2014

Guteneck