Burgruine Runding                        Luftbild Laumer  

Runding 2013

Fünf Kilometer östlich der Basilika von Chammünster, oder 10 km südöstlich der Kreisstadt Cham, liegt das Dorf Runding zu Füßen des Schlossberges. Der Blick im Luftbild geht nach Osten in die Further Senke.

Trotz der heute nur mehr spärlichen Ruinen kann der Besucher erahnen, welche imposante Anlage einst hier errichtet worden ist. Runding war die größte Burganlage des Bayerischen Waldes. Erste Wehranlagen dürften bereits vor 1100 auf dem markanten Hügel in der Ebene der Further Senke angelegt worden sein. 

Burg Runding 2013



Im 15. und 16. Jahrhundert baute ein Zweig der  Nothaffts die Burg zu einer weitläufigen Schlossanlage aus. 

Die Schweden plünderten bei ihren Kriegszügen im Dreißigjährigen Krieg nicht nur die umliegenden Dörfer, sondern zerstörten 1641  weitgehend auch Schloss und Burg. 
Runding erholte sich davon nicht mehr. Hinzu kam Misswirtschaft, Erbschaftsstreitigkeiten und der immer geringere politische Einfluss des Adels.

1829 kaufte der Bayerische Staat, wohl zwangsläufig, die stark heruntergekommene Anlage, um sie bald wieder an einen Münchener Bankier weiter zu veräußern. Der kümmerte sich um seinen neuen Besitz in keinster Weise. 


Schließlich ging der verwahrloste Komplex an einen hiesigen Bauern, der durch den Verkauf von Steinen, Balken und Sonstigem, was die Leute zum Bau eigener Häuser verwenden konnten, noch Kapital herauszuschlagen versuchte.

Erst ab 1992 unternahm die Gemeinde Runding erste Unterhaltungsmaßnahmen, um die einst so mächtige Anlage wenigstens in Ansätzen der Nachwelt zu erhalten.

Burgruine Runding 2013

Burgruine Lichteneck

Burg Lichteneck 2013

Im Schatten des Hohen Bogen liegt oberhalb der Ortschaft Rimbach die Ruine Lichteneck. Erbaut um 1300 von einem Verwalter (Ministerialen) des Grafen von Bogen, machten ihre späteren Besitzer (Sattelbogener) nicht immer im positiven Sinne von sich reden. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts zerstörte ein Brand die Anlage. Die Burg wurde  daraufhin aufgegeben.
Heute ragt der wieder restaurierte Bergfried aus dem dichten Wald. Das Areal wird im Sommer für Theateraufführungen genutzt. Nicht verwechseln mit der Burgruine Lichtenegg.

Guteneck