.Chammünster
- Maria Himmelfahrt
Luftbild Laumer

Chammünster ist die
Urpfarrei des Oberen Bayerischen Waldes mit Ausstrahlung bis weit
in den Oberpfälzer Wald. 739 stiftete der bayerische Herzog Odilo
dem Kloster St. Emmeram in Regensburg umfangreiche Ländereien. Daraufhin gründeten Mönche die "cella ad chambe". |
Von hier aus erfolgte im Wesentlichen die Missionierung des Landes hin
zu Böhmen. Doch im 10 Jahrhundert war es für einige Jahre
vorbei. Der Ungarsturm aus dem Osten führte zur Auflösung, bis
955 mit der Schlacht auf dem Lechfeld dem "Schrecken des
Abendlandes" Einhalt geboten werden konnte. |

Neben der Basilika Maria Himmelfahrt
steht die Annakapelle, einst exklusive Grablege der Ritter von
Chamerau. Heute beherbergt sie ein kleines Museum.
Besucher werfen gerne einen
schaurigen Blick in den Karner. Hier werden, neben
unzähligen Gebeinen, die Schädel von - angeblich - 5000 Toten aus dem
Mittelalter aufbewahrt.
Die dreischiffige Pseudo-
basilika (der Obergaden hat keine Fenster, s. dazu auch St. Johannis
in Ansbach) geht auf einen Bau
im 15. Jahrhundert zurück.
Die Vorgängerkirche wurde in den Hussitenkriegen
weit-
gehend zerstört. Stilistisch nicht
zur Spätgotik passend ist der barocke Hochaltar.
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Chammünster liegt fünf
Kilometer südöstlich von Cham an der B20/85
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Chameregg

Der Blick geht über
Chameregg und Chammünster den Bundesstraßen B85 und B20 entlang
Richtung Cham. |
Von der mittelalterlichen Höhenburg
(um 1200) ist nur mehr der Rest des Bergfrieds erhalten.
Die Chamerauer waren erste Besitzer unter der Herrschaft der
Diepoldinger Markgrafen auf der Burg zu Cham. |
Mit dem Niedergang des
Rittertums im Spätmittelalter um 1500 wurden viele Burgen
aufgegeben. Stattdessen bauten sich die Grundherren vielerorts,
sofern sie noch über genügend Mittel und Macht besaßen, in einer nahe
gelegenen Siedlung einen repräsentativeren Wohnsitz. So auch in
Chameregg.
Die heutigen Gebäude
befinden sich in Privatbesitz. Besichtigung nicht möglich! |
Hl. Walburga
- Wallfahrtskirche
auf dem Lamberg
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Lamberg Gde.
Neukirchen

Blick über den Lamberg,
ca. 6 km südöstlich von Cham, in die
Further Senke und zu den südlichen Ausläufern des Oberpfälzer
Waldes. Markant erhebt sich der
gut 600 m hohe Lamberg aus dem Chamer Becken. Einst stand hier -
natürlich - eine Burg, von der noch Wallanlagen im Wald unterhalb
der Kirche zu entdecken sind. |
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Noch älter sind die im Wald kaum erkennbaren Wallreste aus der Latènezeit.
Die Kirche geht auf die Burgkapelle
zurück. In der Reformationszeit ließ man sie verkom-
men, um
sie in der Barockzeit, als Wallfahrten in Mode kamen,
wieder prächtig aufzubauen.
1806 erfolgte im Zuge der
Säkularisation die "Demolition", was nichts anderes
bedeutete, als Teilabbruch und die Verschleuderung der von der
Bevölkerung hoch geschätzten Kunstwerke.
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Im Jahr 1832 wurde die Wallfahrtskirche der
Hl. Walburga in der heutigen Form wieder aufgebaut.
Auch in neuerer Zeit ist es nicht gut um den Wallfahrtsort bestellt. Diebstähle
in der Kirche sind mit der Grund, weshalb sie geschlossen ist.
Und das Gasthaus nebenan stand jahrelang leer.
2012 wurde es mit einigen hunderttausend Euro Kirchgeldern renoviert, sehr zum Unwillen der
Diözese.
Doch damit war das Problem der Bewirtschaftung nicht gelöst. Von den
wenigen Besuchern kann kein
Gastwirt leben!
2014 übernahm ein Verein ehrenamtlich die
Bewirtschaftung.
Im Herbst 2017 konnte endlich wieder ein Pächter gefunden werden.
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St.
Ulrich
Wallfahrtskirche auf dem
Haidstein
Sieben km Luftlinie östlich des Lambergs erhebt sich
dunkel vor den über 1000 m hohen Bayerwaldbergen Hoher Bogen und
Kaitersberg der Haidstein (742 m).
Von der mittelalterlichen Burganlage
sind noch einige Mauerreste
erhalten. Anstelle der Burgkapelle steht die Wallfahrtskirche
"St. Ulrich". Sie war früher eine viel besuchte
Wallfahrtsstätte. |
Wer sich heute auf den Haidstein müht, sollte in der
nahen Haidsteiner Hütte (bewirtet, mit dem Auto erreichbar) den
Schlüssel für die Kirche mitnehmen.
Von der Westseite (Runding)
führt ein Kreuzweg durch den Wald auf den Gipfel.
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