Leuchtenberg                              Luftbild Laumer   

Föhnlage 2013

Es muss schon ein Superföhn sein, wenn er von den Alpen bis in die Oberpfalz reicht. Die plötzliche Wärme hat den Neuschnee bis auf einen kleinen Rest dahingerafft. Der Blick bei dieser Luftaufnahme im November geht über Leuchtenberg nach Südosten zu den Bergen an der Grenze zu Tschechien Nur der Horizont ist die Grenze und je höher, desto weiter reicht er - vom Ochsenkopf bis zu den Chiemgauer Alpen.

November , Leiuchtenberg 2020

Ein besonderes Flair bietet die Bergkuppe mit dem Markt, wenn ihn die Strahlen einer milden Abendsonne beleuchten., Ist man da nicht versucht, den Namen Leuchtenberg wörtlich zu nehmen? 
Von Links: Irchenrieth - Michldorf - Leuchtenberg.

Leuchtenberg

Der Markt Leuchtenberg  wird geprägt von der größten Burgruine der Oberpfalz. Die Leuchtenberger waren lange Zeit ein sehr einflussreiches Adelsgeschlecht. Viele Angehörige gingen am kaiserlichen Hof ein und aus. 
1196 begann der politische Aufstieg, als sie zu Landgrafen erhoben wurden. 
Im 15. Jahrhundert stiegen sie sogar zu Reichsfürsten auf. 

Nach dem Aussterben des Geschlechts im Jahr 1646, ihre Residenz hatten sie inzwischen nach Pfreimd verlegt, trat Bayern ihr Erbe an. Zerstörungen durch die Hussiten (1421), schwedische und kaiserliche Truppen (1634) und ein Großbrand 1846 ließen von der einstigen Pracht nur mehr Ruinen übrig. Diese aber wurden aufwändig restauriert und bieten dem Besucher einen guten Einblick in die einstige Bedeutung dieser Festung.

Burg 2020

Festspiele 2018
Im Sommer finden im Burghof Theater-
aufführungen statt. Das Landestheater Oberpfalz hat im Rahmen der "Burgfestspiele Leuchten-
berg" sowohl klassische als auch bayerische Stücke im Programm. Für Kinder gibt es spezielle Aufführungen.

Historisch interessant ist auch die Burgkapelle. Leider ist von ihrer einst reichen Ausstattung nur mehr wenig vorhanden. Im Zuge der Säkularisation wurde sie 1804 regelrecht geplündert. Heute kann man sich hier auf Schautafeln informieren, Geblieben ist ihre hervorragende Akustik.

Um die Burg erstreckt sich der Ort. Die Hanglage hat eine weitere Ausbreitung durch Ausweisung von Baugebieten wie in Nachbargemeinden verhindert. Leuchtenberg bietet ein intaktes, harmonisches Ortsbild. 

Und zu einem harmonischem Ortsbild gehört natürlich die Pfarrkirche. Eine Vorgängerkirche wurde bereits 1124 geweiht. 
Das heutige Gotteshaus geht auf einem Bau von 1844 zurück. Ein Brand hatte damals den Markt verwüstet.  
2007/2008 renoviert, erstrahlt St. Margareta wieder in alter Frische.

Leuchtenberg 2014

Was wäre heute, wenn ... 

Die Lage von Burg Leuchtenberg über dem Luhetal hat schon vor 150 Jahren auch dem bayerischen Märchenkönig Ludwig II. so gut gefallen, dass er sie als Standort ernsthaft für eines seiner Schlösser in Erwägung zog. Dazu hätte aber der Ort samt Burgruine abgerissen und die Häuser an anderer Stelle wieder aufgebaut werden müssen. Dies lehnten die Leuchtenberger damals entschieden ab. 
So kam es wohl, dass Schloss Neuschwanstein nicht in der Oberpfalz, sondern im Allgäu gebaut wurde.

1646 endete die Geschichte der Landgrafen, doch 1817 verlieh der bayerische König Max I. seinem Schwieger-
sohn Eugène de Beauharnais den Titel "Herzog von Leuchtenberg".

Heute erinnert das Leuchtenberg-Palais in München (Finanzministerium), der Marinsky-Palast in St. Peters-
burg, die Residenz der deutschen Botschaft in Paris (Palais de Beauharmais), Schloss Seeon am Chiemsee und weitere, weniger bekannte Schlösser an die Zeit dieser "nicht original" Leuchtenberger.

 

Burgruine 2016

Luftbilder von allen Ortsteilen der Gemeinde  
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