Grötschenreuth                                        Luftbild Laumer

Grötschenreuth 2014

Das Luftbild zeigt  Drahthammer, Grötschenreuth und links davon Frauenberg am Ufer der Fichtelnaab.

Grötschenreuth gehört zur Stadt Erbendorf und liegt knapp drei km nordwestlich im Tal der Fichtelnaab.  Im Hintergrund der Steinwald mit der Platte als höchster Erhebung.

Schon seit mindesten 900 Jahren (urkundlich erwähnt erstmals 1109) siedeln sich Menschen hier an. Die Wasserkraft des Flüsschens wurde über  Jahrhunderte zum Antrieb von Eisenhämmern genutzt.

Grötschenreuth 2012

Die Hammerherren waren verhältnismäßig wohlhabend, wenngleich sie politisch von den Grafen von Leuchtenberg seit 1362 abhängig waren. 

Die Verarbeitung von Eisen (Hammerwerk) war bis ins 17. Jahr-
hundert ein lohnender Industriezweig. Der Dreißigjährige Krieg brachte die blühende Wirtschaft zum Erliegen. Davon hat sich die Oberpfalz nie mehr erholt. 

Hinzu kam, dass  die Wälder als Energielieferant zur Eisenver-
hüttung großflächig abgeholzt und die Erzvorkommen  zudem erschöpft waren.
Um 1611 wurde das noch heute imposante Schloss auf einer Anhöhe über der Fichtelnaab errichtet. Der  Portalturm kam allerdings erst 1870 dazu und die beiden Ecktürme mit den Kuppeln wurden nach  drei Jahren Bauzeit 1927 angefügt.  Das Schloss befindet sich in Privatbesitz.

Schloss Grötschenreuth 2012

Drahthammer bei Grötschenreuth

Drahthammer 2014

Im 14. Jhd. wird erstmals ein Hammerwerk genannt, das später in einen Drahthammer umfunktioniert wurde. 
Das Hammerschloss ist wunderschön restauriert. Ein etwas ungewohnter Anblick: Die Kapelle hat keinen Turm.
Drahthammer bei Reuth 

Drahthammer 2018

Im Tal des Heinbaches, zwischen Reuth und Thumsenreuth liegen diese beiden Hammerschlösser, aus heutiger Sicht bescheidene, dreigeschossige Gebäude mit Walmdächern.

Erlhammer

Erlhammer 2014

Hopfau 2015

An der Fichtelnaab befanden sich im Mittelalter mehrere Hammerwerke, von denen heute noch die Ortsnamen und gelegentlich die Herrensitze, gemeinhin als Schlösser gelistet, zeugen. 

Hopfau

In Hopfau stand ein weiteres Hammerwerk. Auffallend auch hier der Portalturm des kleinen  Hammerschlosses. 

Hopfau befindet sich ein paar hundert Meter flussaufwärts von Grötschenreuth direkt an der Fichtelnaab

Ein weiteres Beispiel ist Trevesenhammer. 

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