Thumsenreuth           >Akanthusaltar            Luftbild Laumer 

Thumsenreuth 2014

Thumsenreut liegt an den Ostausläufern des Steinwaldes. Der Ort gehört zur Gemeinde Krummennaab

Schloss 2015

Kirche Thumsenreuth 2014

Ihr Akanthusaltar mit den 14 Nothelfern zählt zu den schönsten in der Oberpfalz. Unbedingt sehenswert!

1992 - 94 wurde das Schloss in Thumsenreuth von der Familie v. Lindenfels renoviert und bietet für den Besucher einen wunderschönen Anblick. Schon im 13. Jhd. ist es als Wasserschloss dokumentiert - 1259 als Sitz eines Ministerialen der Burgherren von Leuchtenberg.

Es befindet sich in Privatbesitz. Eine allgemeine Besichtigung ist nicht möglich.

Daneben liegt die evangelische Pfarrkirche. Sie spielte im Mittelalter - als katholische Kirche natürlich - eine wichtige Rolle als Mutterpfarrei im südlichen Steinwald. Bereits 1547 wurde sie evangelisch.

1652 wurde durch den Kölner Vergleich beiden Konfessionen gleichberechtigt die Nutzung der Kirchen gestattet.

In Thumsenreuth hielt dieses Simultaneum bis in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

1935 entstand eine neue katholische Kirche.

Akanthusaltäre

ursprünglich aus Böhmen stammend, sind sie heute praktisch ein Alleinstellungsmerkmal des Oberpfälzer Waldes. Um und nach 1700 entstanden, sind es filigrane Holzschnitzereien als Abwandlung der Barockelemente für Altäre, die auf ein architektonisches Gerüst (Säulen) verzichten. 
Schon vor 2500 Jahren verwendeten die Griechen bei den Kapitellen der korinthischen Säulen dieses Blattmotiv. Für das Christentum symbolisiert der Akanthus die Unsterblichkeit.
Die mediterrane Pflanze (Acanthus mollis) ist mit ihren distelförmigen Blättern Motiv für solche Holzschnitzereien. Diese umgeben das Altarbild. meist eines Heiligen bzw. ein Gemälde von ihm, in kunstvoller Weise. 
Akanthus ist eine Pflanzengattung, die in tropischen bis subtropischen Gebieten (z.B. Mittelmeerraum) vorkommt. Man bezeichnet sie auch als Bärenklau, was botanisch irreführend ist. Der bei uns vorkommende Bärenklau gehört zur Gattung Heracleum. Akanthus und der Große Bärenklau (giftig) sind botanisch und künstlerisch nicht "verwandt".
Meist führten, uns heute unbekannte, heimische Schreiner und Schnitzer die kunstvollen Arbeiten aus.

Akanthusaltäre finden Sie (nach Regionen geordnet) in den Gotteshäusern von 

Schloss Lindenfels 2017

Ursprünglich im Besitz derer von Weißenstein (Burgruine), gelangte es in den Besitz der Nothafts. 
1661 kam Thumsenreuth in den Besitz der Familie von Lindenfels. Das Schloss ist noch heute in deren Besitz.

Camping Thumsenreuth 2015

Am Erlenweiher, nördlicher Ortsrand, befindet sich ein ruhiger Campingplatz.

Der Ort Thumsenreuth liegt an den südlichen Ausläufern des Naturparks Steinwald. Der Name mag auf einen Thomas zurückgehen, der um 1000 hier den Wald gerodet (reuth) hat. 1259 jedenfalls ist Thumsenreuth erstmals urkundlich belegt. 

Thumsenreuth gehört zur Gemeinde Krummennaab


Waffenhammer 
Kühlenmorgen

Knapp 2 km nordwestlich von Thumsenreuth liegt im Tal des Grenzbaches der Weiler Waffenhammer und gleich daneben die Einöde Kühlenmorgen - und einen km weiter Schmierofen.

Der Name erklärt sich von selbst. Die Wasserkraft des Baches trieb einst die Hämmer einer Eisen verarbeitenden Schmiede an. Und man hat nicht nur Pflugscharen gefertigt in der Kälte des frühen Tages. 

Waffenhammer 2014

Steinbühl

Oberpfälzer Landschaft südlich des Steinwaldes, oberhalb Krummennaab. Im Vordergrund der Weiler Steinbühl, links davon der Weiler Stockau. Am Fuße des Steinwaldes erkennt man Friedenfels. Auch hier stand im Mittelalter eine Burg. Erhalten ist davon nichts mehr.

Ein weit bekannteres Steinbühl gibt es bei Bad Kötzting. Es ist Ziel der jährlich am Pfingstmontag stattfindenden Pferdeprozession.

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