Pielenhofen                                      Luftbild Laumer 

Tief hat sich die Naab 10 km vor ihrer Mündung in die Donau in den Jurafels gegraben.
Den Reiz der Landschaft kann man sich besonders bei einer Radtour auf dem Naabtal- Radweg (100 km von Neustadt bis Regensburg) oder einer Kanufahrt erschließen.


Mit Wofsegg als Verwaltungsort bildet Pielenhofen eine Gemeinde.

Bekannt ist der Ort durch das Kloster.

 

Das Kloster Pielenhofen hat manch turbulente Zeiten durchgemacht.
Gegründet 1240 und von Zisterzienerinnen bewohnt, kam es während der Reformation 1542 unter weltliche Verwaltung.

Im Jahr 1655 kauften die Mönche der Fürstabtei Kaisheim die Anlage. Die Mönche (Zisterzienser) begannen die herunter gekommen Gebäude zu sanieren und umzubauen.
1717 wurde mit dem Bau der barocken Hallenkirche mit zwei schalen Seitenschiffen begonnen.
Die Doppeltürme ergeben eine eindrucksvolle Westfassade.  Das Innere ist in reichem Barock ausgestattet.

Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgelöst, die prächtige Klosterkirche zur Pfarrkirche umgewidmet. Schon 1806 bezogen Karmeliterinnen die Klosterräume. Schon 1838 folgten ihnen Salesianerinnen. Sie kauften das Kloster und richteten eine Schule für "höhere Töchter" ein.

"Maria Himmelfahrt" ist auch Wallfahrtskirche. Das Gnadenbild (Jesus mit Dornenkrone) befindet sich im rechten Seitenschiff, rechts des Taufsteins 

Nachwuchsmangel veranlasste die Salesianerinnen 2010 das Kloster aufzugeben und 2013 zu verkaufen.
Von 1981 bis 2013 befand sich hier die Grundschule der Regensburger Domspatzen.

Jedtziger Besitzer ist der Herder Schulverein. Er betreibt in den Gebäuden eine staatlich genehmigte Realschule und eine Fachoberschule für Gestaltung.

Guteneck