Schwarzenburg                            Luftbild Laumer  

Kaum noch überragt der Bergfried die Bäume auf dem 706 m hohen Schlossberg drei km nordwestlich von Rötz an der Grenze zwischen Oberpfälzer und Bayerischem Wald.
1634 zerstörten die Schweden im Dreißigjährigen Krieg die mächtige Anlage mit Bastionen und Rondell. Den Großteil der Steine schleppte die Bevölkerung forthin für den Bau ihrer Häuser weg, bis man ab 1900 mit der Sicherung der Reste begann.

Errichtet wurde die Burg schon zu Beginn des 11. Jahrhunderts, denn 1050 findet sich erstmals ein historisch belegter Eintrag.

Die Schwarzenburger übten als Vasallen der bayerischen Herzöge im 13. Jh. ihre Herrschaft aus, doch bereits 1332 geht die Burg an die Leuchtenberger, die sie wiederum knapp 100 Jahre später an die böhmischen zu Rabenstein verkauften.

 

Der schön restaurierte Bergfried ist heute frei zugänglicher Aussichtsturm. Von ihm hat man einen wunderschönen Blick auf den nahen Eixendorfer Stausee. Im Luftbild sieht man das rote Ziegeldach der bewirtschafteten Schutzhütte hervorleuchten. Im Sommer finden auf der Burg 'Freilichtspiele statt. Dabei geht es im historischen Stück um den einstigen Besitzer und böhmischen Raubritter Guttenstein, der ein armes Bäuerlein wegen Wildfrevels hängen ließ.

Guteneck