Kastl                               Luftbild  Laumer  
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Lkr. Neustadt

Klosterburg 2017

Die Klosterburg Kastl - hoch über dem Juratal der Lauterach

Kastl Markt 2017 Eine romantische Lage im Lauterachtal - zumindest aus heutiger Sicht. Doch dieses Flüsschen brachte schon manch großes Leid über die Bevölkerung, wenn es zum reißenden Fluss anschwoll. 

Beherrscht wird der Markt, dessen belegte Geschichte bis ins Jahr 1103 zurückgeht, von der Klosterburg. Im 10. Jahrhundert als Burg angelegt, wurde sie 1098 in ein Kloster umgewan-
delt. 

Von 1103 bis 1556 bauten die Benediktiner die Anlage aus.
Nach den Wirren der Reformation wurde 1636 das Stift den Jesuiten übergeben. Nach deren Auflösung kam die Anlage 1782 an die Johanniter. Mit der Säkularisation im Jahr 1808 fiel das Kloster an den Freistaat Bayern. Die Basilika wurde zur Pfarrkirche.
Zwischen 1942 und 1945 war sogar ein Nazi-Kinderlager in der Anlage eingerichtet. Die SS bewachte aus Slowenien verschleppte Kinder. 


Ab 1958 war ein Ungarisches Gymnasium (ursprünglich gedacht für ungarische Flüchtlinge) hier untergebracht. Nach finanziellen Schwierigkeiten und schwindender Nachfrage ist seit 2007 auch diese Zeit vorbei. 
2009 nahm vorübergehend das Avicenna College den Studienbetrieb auf. 
Zur Zeit sucht man erneut nach einem Nutzer. Die Anfrage nach Teilnutzung als Asylantenheim wurde sehr kritisch gesehen.

Sehenswert die Burgkirche und die wunderschöne Aussicht über das Lauterachtal und den Jura

Kastl 2017

Die Oberpfalz hat zwei "Kastl" zu bieten: Den Markt Kastl, ca. 20 km südwestlich von Amberg und ein Kastl, vier km südlich der Stadt Kemnath.

Kloster Kastl 2015

Markt Kastl 2015 Die Pfarrkirche des Marktes ist die ehemalige Klosterkirche. 

St. Christophorus ist die Marktkirche (im Luftbild u. links).

Das Rathaus geht auf einen Bau des vorletzten Benediktinerabtes von 1552 zurück. Es beherbergt nach mehreren Umbauten die Verwaltung der rund 2400 Einwohner zählenden Großgemeinde.

Luftbilder von Ortsteilen der Gemeinde:    Allmannsfeld - Dettnach - Mennersberg - Mühlhausen - Pfaffenhofen - Umelsdorf - Utzenhofen 


Pfaffenhofen
Pfaffenhofen 2010 Kommt man auf der Bundesstraße 299 von Neumarkt nach Kastl, so passiert man kurz vorher den Ort Pfaffenhofen im Lauterachtal.

Ins Auge fällt dabei die Schweppermanns Burg über dem Dorf.

Pfaffenhofen gehört zum Markt Kastl.

 

Bevor man den Aufstieg zur Burgruine macht, ist ein Abstecher zur, im romanische Grundriss (Langhaus) erhaltenen, Dorfkirche St. Martin mit spätgotischem Chor   empfehlenswert.

Besonders erwähnens-
wert ist der Karner am nordöstlichen Eck der Kirche.

Das ist ein Beinhaus, in dem man früher die Gebeine und Schädel, der bei erneuter Benutzung von Gräbern noch vorgefundenen Toten aufbewahrte. Solche Beinhäuser findet man auch bei den Kirchen in PerschenRottendorf und, am bekanntesten, in Chammünster.

Kirche Pfaffenhofen 2010

Schweppermanns-Burg

Schweppermann Burg 2016
Die Burg geht auf einen Bau im 12 Jahrhundert zurück und gehörte zunächst den Grafen zu Sulzbach
1322 entschied der Feldhauptmann Schweppermann, ein wahrlicher Haudegen, mit seinem beherztem Eingreifen die Schlacht von Ampfing. Bei der ging es um das Erbe von Niederbayern zwischen dem Kaiser Ludwig dem Bayern und Friedrich dem Schönen aus Österreich. Siehe dazu Burg Trausnitz!

Im Landshuter Erbfolgekrieg 1504 und im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg zerstört. Sie wurde aber - ungewöhnlich - 1692 wieder aufgebaut. Als der Bayerische Staat 1825 den Amtsitz endgültig nach Kastl verlegte, verfiel die Burg zusehends. Die mittelalterlichen Steine nutze man zum Bau neuer Gebäude. Der heute noch erhaltene Teil ist den Sicherungsmaßnahmen in den letzten Jahrzehnten zu verdanken.

Guteneck