Autobahnkreuz Oberpfälzer Wald                       Luftbild Laumer 

Autobahnkreuz Oberpfalz 2015

Eine Autobahn ist immer Landschaftsverbrauch, Naturzerstörung und trägt nicht zu einer "zauberhaften Heimat" bei. Doch was nützt die schönste Landschaft, wenn sie verkehrstechnisch abgehängt und damit wirtschaftlich unattraktiv ist? Die Bewohner wandern ab, die Dörfer veröden langsam. Die zuletzt fertiggestellte A 6 soll dem ohnehin in Ostbayern zunehmenden Trend des Bevölkerungsrückgangs zumindest entgegenwirken und den Oberpfälzer Wald für Investoren, aber auch Touristen  interessant machen. Hier kreuzen sich die Autobahnen A6 und A93. 
Mit im Luftbild der Markt Wernberg-
Köblitz.

Autobahneröffnung 2008

Die Eröffnung des letzten Teilabschnittes nach Amberg war am 10. September 2008 unter Beteiligung hoher politischer Prominenz.

Und so sah die Eröffnungsfeier aus. Rechts vom Rednerpult (mit der Bundeskanzlerin) und den geladenen Gästen haben Läufer Aufstellung genommen und warten auf den Startschuss zu einem Halbmarathon.

Wohl so schnell nicht wieder wird man die 21 km auf einer Autobahn zurücklegen können. 

Offiziell heißt sie Bundesautobahn A 6, doch in Wirklichkeit stellt sie die neue "Goldene Straße" dar, wenn man den wirtschaftlichen Aussichten und Versprechungen der Politiker glauben will. Die mittelalterliche Goldene Straße war nämlich ein Handelsweg von Nürnberg nach Prag und führte zunächst von Amberg kommend über Hirschau, Neunaigen, Wernberg weiter über Vohenstrauß
Autobahn A 6 2009

Aus der Luft ein schmales Band das sich zwischen Feldern und Wäldern am Horizont verliert - die Autobahn, aufgenommen mit Blickrichtung Osten bei Rottendorf.


Die Steuereinnahmen von den Händlern brachten den Mächtigen Reichtum, den Anwohnern bescheidenen Wohlstand. So verdiente man sich eben eine "Goldene Nase".
Diese Steuereinnahmen wollte sich Karl IV natürlich nicht entgehen lassen und verlegte kurzerhand den Handelsweg über Weiden nach Bärnau, damit sie durch sein Herrschaftsgebiet und nicht durch das der Leuchtenberger verlief und er selbst bei seinen Reisen nach Prag nicht fremdes Gebiet durchqueren musste. Die alte Route der Pferde- und Ochsenwagengespanne erklärte man zur "Verbotenen Straße".

Prinzipiell hat sich von heute gegenüber jener Zeit wenig geändert. Nun kassiert der Staat alle paar Kilometer elektronisch erfasste Maut von den LKWs, und die anliegenden Gemeinden erhoffen sich durch Ansiedlung neuer Betriebe viele  Arbeitsplätze und reichlich  Gewebesteuereinnahmen.

Startseite der Internetpräsentation