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Lag bis 1990 Bärnau
praktisch am Ende der Welt - der Eiserne Vorhang versperrte die
Wege nach Osten - so gewann der Ort durch einen eigenen
Grenzübergang nach Tschechien.
Die alle zwei Jahre
stattfindenden grenzüberschreitende Festspiele sind
sichtlicher Ausdruck des regen Austausches. Ein
Geschichtspark - noch in Planung - soll die Besiedelungsgeschichte
vom 9. bis 13. Jahrhundert aufzeigen. Im Mittelalter führte der
bedeutende Handelsweg "Goldene Straße" direkt an Bärnau
vorbei.
Durch den Niedergang
der Knopfindustrie gingen viel Arbeitsplätze verloren, der
Fremdenverkehr kann da nur eine geringe Kompensation
schaffen.
Geschäfte im Stadtkern müssen
aufgeben werden, Häuser
stehen leer.
Aber die Abwanderung der gut
ausgebildeten Jugend in die Oberzentren mit adäquaten
Arbeitsplätzen ist ein allgemeines Problem der Grenzregion.
Weit geht der Blick über den
Grenzübergang Bärnau ins Nachbarland Tschechien. Der breite
Grüngürtel bot einst freies Schussfeld bei Grenzverletzungen.
Zwei Gebäudekomplexe für den
Grenzübertritt nach der Wende noch schnell gebaut - seit 2008 überflüssig. Es gibt keine
Grenzkontrollen mehr.
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