Peugenhammer - Zottbachtal                   Luftbild Laumer  

Zottbachhaus 2014

Das Zottbachtal erstreckt sich nördlich der Kleinstadt Pleystein. Am Nordosthang des Fahrenberges gelegen, ist es  ein beliebtes Wandergebiet. Der Weiler heißt Peugenhammer, doch ist er besser bekannt unter Zottbachhaus

Das Zottbachhaus ist ein Hotel, das wegen seines ehemaligen Besitzers über die Grenzen hinaus bekannt wurde.  Staatsminister August Lang hielt hier in den 80iger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit seinen Parteikollegen und Führern aus der Wirtschaft viele seiner Begegnungen ab. Der Hotel- und Gaststättenbetrieb läuft inzwischen nur mehr auf Anfrage.
Blick über das Zott-
bachtal Richtung Nordenosten. 

Weit verstreut liegen die Einödgehöfte umgeben von ausgedehnten Wäldern. 

Wer Ruhe und Beschaulichkeit mag, kann sich Orte wie Radwaschen, Schafbruck, Pfifferlingsstiel oder Rammelsleuten auf dem Weg nach Neuenhammer oder zum Fahrenberg erwandern.

Zottbachtal 2017

  Hagenmühle

Das nächste Luftbild zeigt im Detail Hagenmühle und eingeblendet Schafbruck. Die Wasserkraft des Zottbaches wurde seit dem 16. Jhd. von Mühlen genutzt. Als die Nachfrage nach Gläsern und glatten Spiegeln im 18. und v. a. im 19. Jhd. stieg, stellten viele Betriebe um. Maschinell wurde das noch wellige Glas mit Eisenoxid eben geschliffen. Näheres hierzu bei Sperlhammer. Das Zottbachtal wurde zusammen mit den Schleifereien entlang des Tröbesbaches zu einem Zentrum der Glasveredelung. Hagenmühle wurde erst in den 1960er Jahren stillgelegt. Die Gebäude verfielen schnell, bis ein Liebhaber die maroden Baulichkeiten erwarb und mit viel Engagement restaurierte.

Heute ist das ehemalige Polierwerk als kleines Museum für die Nachwelt erhalten. Und einmalig dazu gibt es hier ein liebevoll zusammengestelltes Puppenmuseum. 
Schautafeln entlang des Glasschleiferwegs (Länge insgesamt 80 km entlang der Flüsse Zott, Tröbes- und Loisbach, Pfreimd) informieren den Wanderer über den einstigen Industriezweig im Oberpfälzer Wald.

Hagenmühle 2015

Vöslesrieth

Vöslesrieth 2017

Solche Punkte waren natürlich in der Mythologie von zahlreichen Sagen und Gespenstergeschichten umrankt. Manch Wegesmann sah an dieser Stelle den Teufel oder eine arme Seele drückte ihm den Rücken krumm.


Vöslesrieth liegt knapp einen km nördlich der Stadt Pleystein.

Eine Besonderheit aus der Vergan-
genheit: 
Bis 1848 gehörte Vöslesrieth zur Pfarrei Altenstadt bei Vohenstrauß. Die Einöden am Osthang des Fahrenberges gehörten jedoch zu Pleystein. 

Die Toten mussten also jeweils dorthin zu den Friedhöfen ge-
bracht werden. Und so kreuzten sich hier die beiden "Totenwege".

Lohma

Lohma 2017

Mit im Luftbild Lohmasiedlung und die Einöde Schönschleif. "Schleif" ist Hinweis auf eine frühere Glasschleiferei. 

Lohma ist eine Siedlung mit slawischem Ursprung. Wahrscheinlich bereits im 8. Jahrhundert drangen Slawen in diese Gegend vor. Dies gilt auch für Nachbarorte wie Isgier, Tröbes, Kößing und Burgtreswitz

Schon in der Bronze- und Eisenzeit haben Menschen hier gelebt, wie drei Grabhügel, datiert um 1600 bis 400 v. Chr., belegen.
Führte die Bundesstraße zum Grenzübergang  Waidhaus früher mitten durch den Ort, so ist heute die Autobahn hier unter Geländeniveau gebaut, sodass der Lärm etwas zurückgehalten wird. 

Trotzdem wirkt die Landschaft von Straßenbauten wie zugeteert - und eine Solaranlage gibt ihr den Rest.

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