Haidenaabtal                                             Luftbild Laumer  

Tal der Haidenaab 2018

Zwischen Mantel und Oberwildenau schlängelt sich noch weitgehend unverbaut die Haidenaab (auch: Heidenaab) nach Süden. Die Ortschaft im Vordergrund ist Etzenricht, links der Ortsteil Radschin, am Fluss die Einöde Haberstumpfmühle, flussaufwärts Weiherhammer, dann Mantel. 

Es gibt am Fluss auch eine Ortschaft namens Haidenaab. Diese liegt allerdings in Oberfranken.
Die Haidenaab entspringt am Südrand des Fichtelgebirges. Nach 69 km mündet sie in die Waldnaab.

Den Fluss auf einer Seite darzustellen würde den Rahmen sprengen. Informationen siehe deshalb unter folgenden Links:

Schlackenhof - Kastl - Trabitz - Pressath - Dießfurt - Hütten - Mantel - Weiherhammer - Etzenricht - Unterwildenau

Herbst im Haidenaabtal mit der Ortschaft Sperlhammer

Ein Erlebnis für die Sinne, das Haidenaabtal im "Goldenen Oktober". Die kleine Ortschaft am Waldrand heißt Sperlhammer. Sie gehört zur Gemeinde Luhe

Bei Oberwildenau vereinigt sich die Haidenaab mit der Waldnaab zur Naab. Bei Hochwasser, besonders im Frühjahr bei regnerischem Tauwetter, ist diese Gegend regelmäßig eine riesige Wasserfläche.

In früherer Zeit lieferte die Haidenaab die Energie zum Antrieb von Bearbeitungs-
maschinen. Mit Hilfe der Wasserkraft betrieb bereits 1478 ein gewisser Sperl einen Eisenhammer. Das Roheisen wurde dazu mit Ochsenkarren bis aus Amberg herbeigeschafft. 1733 nannte sich der Besitzer sogar Sperl von der Haidenaab. Von ihm leitet sich der Ortsname ab.

Der Niedergang der Eisenindustrie in der Oberpfalz führte zu einer Neuausrichtung der Hammerwerke. Nun veredelte man Glas. Das zunächst aus dem Bayerischen Wald herbeigeschaffte Glas war so uneben, dass es für eine Spiegelherstellung ungeeignet war. Es musste mit Sand und Schmirgel (Eisenoxid) glatt geschliffen werden. Dieses rote Poliermittel färbte nicht nur die verstaubten Arbeiter, sondern auch die nähere Umgebung. Die Arbeit war zwar im Vergleich zu Tagelöhnen in der Landwirtschaft 
gut bezahlt, doch die gesundheitliche Belastung mag man sich kaum vorzustellen.

Gegen Ende der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts wurden die Glasschleifereien end-
gültig geschlossen. Die billigere und dazu weitaus präzisere Flachglasherstellung (Das heiße, flüssige Glas schwimmt bis zur Abkühlung auf einem Zinnbett.) hatte den Manufakturen, wie man diese Kleinbetriebe nannte, aber nur im übertragenen Sinne das Wasser abgegraben. 

Gleich nebenan bei Weiherhammer steht so eine moderne Fabrik, die "Flachglas", wie die frühere Bezeichnung verdeutlicht. 

Heute treibt die Haidenaab in Sperlhammer  ein kleines E-Werk an.

Kiesweiher 2018



Im Oberlauf der Haidenaab zwischen Mantel und Pressath wird weiter Kies abgebaut.


Die ausgebeuteten Gruben sind zum Teil bereits renaturiert. Zahlreiche Fischteiche, aber auch einzelne Badeseen sind entstanden, wie z. B. der "Manteler Weiher" im Vordergrund.


Nach stärkeren oder tagelangen Regenfällen tritt die Haidenaab regelmäßig über ihre Ufer. Ebenso bei Schneeschmelze. Dann ist das Tal von Pressath bis zur Mündung in die Waldnaab bei Oberwildenau eine große Seenlandschaft.
Diese letzte naturbelassene Auenlandschaft ist ein wertvolles Biotop.

Hochwasser

Haidenaabtal 2019


Hochwasser 2019

Ähnlich die Verhältnisse an der Waldnaab

Guteneck