Burgruine Schellenberg                    Luftbild Laumer  

 Schellenberg 2010

Das war einst ein strategischer Punkt, so wichtig, dass man dort eine Wehrburg erbaute.

Heute ist es mehr ein ausgedehntes, stilles  Waldgebiet für Wanderer und Mountainbiker an der tschechischen Grenze, östlich von Flossenbürg.  
Im Winter kommt man auf der Langlaufloipe von der Silberhütte in diese Gegend - und der kundige Wanderer, welcher der Burgruine auf dem Schellenberg einen Besuch abstattet.


Im späten  Mittelalter - 1347 - wurde gegen die Einfälle aus Böhmen auf Geheiß des Kaisers Ludwig der Bayer auf dem Schellenberg eine Burg erbaut. Mit Unterstützung der Burggrafen von Nürnberg und der Landgrafen zu Leuchtenberg führten die Herren von Waldau auf Waldthurn schließlich den Bau aus.

Auch damals steckten die "Regierenden" in Geldnöten. Die Waldthurner mussten bald die Burg an einen fränkischen Ritter zu Guttenberg verpfänden. 

Die Ritterschaft allgemein war damals schon vom Niedergang gezeichnet und lehnte sich gegen die Fürsten auf. Auch die Guttenbergs legten sich mit mächtigen Feinden an. 

1498 ließen mit Artillerieunterstützung die Markgrafen zu Brandenburg die Festung erobern und ein für alle mal zerstören. Die Veste wurde nie wieder aufgebaut.

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Der Schellenberg ist mit 826 m die höchste Erhebung im Landkreis Neustadt. Der Entenbühl nahe der Silberhütte ist zwar 900 m hoch, liegt jedoch knapp auf dem Gebiet des Landkreises Tirschenreuth. 

Schellenberg 2010

Von der Aussichtsplattform bietet sich an klaren Tagen ein weiter Blick - "Lug ins Land" - über den Oberpfälzer Wald: Flossenbürg, Fahrenberg, Parkstein, der Rauhe Kulm ... bis zum Arber im Bayerischen Wald.

Die Ruine ist auf markierten Wegen ab Waldkirch, dem Parkplatz an der Planer Höhe oder der Silberhütte (zunächst dem Loipenverlauf entgegengesetzt bis km 5 folgen, dann der Abzweigung an der Hinweistafel) am besten zu erreichen. Der Aufgang zur Aussichtsplattform war lange Zeit wegen Baufälligkeit gesperrt. Nun ist er repariert und wieder zugänglich.

Ruine Haselstein

Haselstein 2017
Haselstein 2012 Blick auf den 705 m hohen Haselstein mit einer 2012 restaurierten Burgruine. Rechts im Hintergrund Flossenbürg.

Es gibt kaum schriftliche Zeugnisse von der mittelalterlichen Burg auf dem Haselstein. Um 1860 wurde die Stelle sogar in ein Festgelände umgestaltet und damit die letzten Mauerreste bis auf ein kleines Stück zerstört.

 

Der Initiative eines Fördervereins ist es zu verdanken, dass mit nicht unerheblichem finanziellem Aufwand wieder eine Turmruine neu aufgemauert werden konnte.

Anhand von Funden lässt sich die Errichtung um 1400 datieren. Die Befestigung könnte durchaus zur Sicherung des Handelsweges von Amberg nach Eger gedient haben. Doch bereits im 16. Jahrhundert dürfte sie aufgegeben worden sein und verfiel.

Burgruine Haselstein 2015

Guteneck